Fools Gold

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Gefunden: Eine gute Biografie.

Von Jane Smiley über Charles Dickens. Schon was älter, aus dem Englischen von Constanze Krings, bei Claasen 2003 erschienen. Die Autorin hat ein herausragendes Verständnis für das, was wichtig an guten Büchern ist. Und was schlechte ausmacht. Und sie mochte Dickens.

„Geständnisse und Selbstbetrachtung sind am schwierigsten zu beschreiben und laufen am ehesten Gefahr, vom Leser als lächerlich empfunden zu werden und ihn gegen den Autor aufzubringen. Dickens als Herausgeber konnte zwischen einem Dokument unterscheiden, das für den Autor einen Wert hatte, seine Erinnerungen zu ordnen, und einem Schriftstück, das für den Leser den Wert einer unterhaltenden oder aufschlussreichen Geschichte hatte.“ (108)

Und sie sucht wunderbare Textstellen heraus, wie zum Beispiel diese aus Little Dorrit:
„Mr. Plornish brummte in seiner nachdenklichen, aber nicht besonders klaren Art, dass es Aufs gebe, verstehen Sie, und Abs. Es wäre vergeblich zu fragen, weshalb Aufs, weshalb Abs: Es war nun einmal so.“

Oder diese, aus einem Dialog der Pickwickier, Pubszene, assoziative Satzfetzen: „Prächtig – fabelhaft. Kent, Sir, Kent ist weltberühmt; Äpfel, Kirschen, Hopfen und Frauen. – Glas Wein, Sir?“

Satzfetzen: kann nicht jeder! Und für Dialoge unerlässlich.

Antiquarisch kann man sich das Buch noch sehr einfach im Netz besorgen.

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More Beck – Loser

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Blur ist

nicht anhörbar und die neue Biografie von Patricia Highsmith ist nicht lesbar. Die Biografin spielt sich auf, dichtet, unterstellt, wertet. Erzählt lauter Dinge, die man gar nicht wissen will, Krankheit, Macken, Psychosen, ausufernd. Imaginierte Auseinandersetzungen. Entwirft dauernd Szenarien nach dem Muster „Nehmen wir spaßeshalber mal an …“ – dieser Biografin fehlt es offenbar an belastbarem Grundmaterial, obwohl sie zumindest die Tagebücher Highsmiths eingesehen hat. Pompös und schlecht.
Sie zitiert Highsmith, die Journalisten verabscheut, die wie Geier ihre Biografie schreiben wollen. ;-)
Nächster Versuch war D.H.Lawrence von Anthony Burgess, funktioniert auch nicht. Zu viel Anthony Burgess.
Jetzt habe ich Charles Dickens daliegen – mal sehen, was das gibt. Die Quellenlage dürfte nicht die Beste sein …
Biografien funktionieren nur zu zehn Prozent. Da reißt´s auch der Biografierte nicht raus.
>>>Dieses Buch von George Plimpton über Truman Capote ist großartig – es besteht nur aus Zitaten, Quellen, Kolportagen über Capote. Nur O-Töne. Ein Feuerwerk. Ein rauschendes Fest.
*Keep it livid, yeah?*

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Hindu Times

Das Problem mit Oasis ist: Wenn man Liam Gallagher einmal hat singen sehen, der von Anfang an immer erratisch vor dem Mikrofon stand und immer dort so und nicht anders stehen wird, erträgt man kaum mehr das Gezappel anderer Sänger. Wie jetzt zb. Blur >>>bei Jools Holland, die gerade neu mit Magic Whip herausgekommen sind. So grundsympathisch mir Damon Albarn ist. Er macht mich nervös.
Und die Gitarristen geben auch Ruhe bei Oasis. Entweder die Musik macht was mit dir oder eben nicht. End of story.

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Patricia Highsmiths „Angstgegner“: Das Essen.

„Wir leben auf dem dünnen Eis unerklärlicher Vorgänge. Gesetzt den Fall, unser Magen würde plötzlich aufhören, unser Essen zu verdauen, das nun wie ein Teigklumpen darin läge und uns langsam vergiftete …“ (Patricia Highsmith, Brief an M.Reichardt, Nov. 1970)

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