Dank der …

Autorentagung Genreliteratur in Wolfenbüttel … weiß ich, dass ich an einer Dystopie arbeite. Ha! Das macht Spaß … Nicht lange, vierzig, fünfzig Seiten … Und arbeiten kann ich am besten ja weit weg von zu Hause. *schuftet wie ein Hirsch

Posted in Berufliches, Reisen | Leave a comment

*findet Bücher an der Ardèche

– „Ich betrachte mit ihm zusammen Idirs Porträt. Er war eingefleischter Junggeselle, dem nichts über seine Unabhängigkeit ging. Lebte wie ein in sich versponnener Einsiedler, der sein Glück in der heiteren Stille der Waldwiesen fand. Jetzt, da er tot ist, frage ich mich, ob er jemals wirklich existiert hat.“
– „Willst du voran, zieh nicht zu großes Schuhwerk an.“
Yasmina Khadra, Herbst der Chimären, Algier-Reihe, Unionsverlag metro

Posted in Bücher, Zitat des Tages | Tagged , | Leave a comment

Autorentagung Genreliteratur Wolfenbüttel

Sehr viel Spaß gemacht hat am Wochenende die Autorentagung Hypes, Trends und Standards in der Genreliteratur, zu der ich mit den Kolleginnen Leila Emami und Susanne Kronenberg angereist war. Nicht zuletzt wegen des großartigen Veranstaltungsorts Schünemanns Mühle/Gästehaus, seinen Einzelzimmern (mit Blick ins Grüne!), seinen kurzen Wegen … ach nein, wegen des Gesamtensembles/Gesamtkunstwerks.

Der Spannung erzeugenden Begrüßung durch die Tagungsleitung/der Moderation Carlo Feber + Olaf Kutzmutz folgten kenntnisreichste Vorträge über die Erzählperspektive, das Präsens als Erzählzeit, Lange Lesenächte, Science Fiction/Zukunftswelten, E-Books, Genreliteratur aus Sicht der Literagentur (überaus witzig und unterhaltsam: Literaturagentin Petra Herrmanns von Scripts for Sale) und schließlich die „neuen Heldinnen oder alten Recken“ in historischen Romanen. (Genaues Programm und Referenten/Referentinnen >>>hier.) Ich erhielt neue Detail-Einblicke in viele Genres; vor allem die Science-Fiction-Filmliste von Frank Stefan Becker hatte es mir angetan.

Großartig auch die Genreunterteilungen der Trendliteratur „Love and Landscape“, „Schatten der Vergangenheit“, „Liebe Plus“ und „Sick Lit“ …

So schnell verließen wir auch nach dem Abschluss-Mittagessen nicht das Fachwerk-Kleinod Wolfenbüttel (oder sollte man sagen Großod?), das bisher meinem Radar verborgen geblieben war.

Kurzum: eine gelungene Fachtagung mit sehr vielen neuen Anregungen, Einsichten und Begegnungen – und hey! Jeder Stadt ihre Akademie für kulturelle Bildung und jeder Stadt ihren Olaf Kutzmutz, dem frischen und technikaffinen (das Mikro!) Moderator!

Posted in Berufliches, Veranstaltungen | Tagged , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

(Aus der Arbeit an einem Fachbuch über IT-Freelancing)

Verantwortung und Vertrauen sind zarte Pflänzchen, die von allen Beteiligten gehegt und gepflegt werden müssen.

Posted in Allgemein | Leave a comment

Fritz J. Raddatz curbs his enthusiasm

Lese den zweiten Teil der Fritz J.Raddatz-Tagebücher. Wie er zuhause auf Sylt in Unkenntnis/in einem Wutanfall die Tür aufreißt und halloweenende Kinder hysterisch anschreit, und sich dann aus Kummer darüber betrinkt; wie er keinen Dank für Laudationen erhält; wie ein Autor keine Espressomaschine hat; wie ein Autor kein schönes Essgeschirr hat; wie die Soßen in Paris wie die in Schlesien auf dem Bauernhof sind; wie er keine Lust hat, bei Autoren mitzuplotten, denen nichts einfällt; wie er auf einer Party eines Autors die Fotos eines 8 Tage alten Babys ausgiebig bewundern muss; wie vom Nouvel Observateur 2002 die Anfrage kommt, ob es zu seinem Tucholsky-Essay Zeitzeugen gäbe (die das Jahr 1924 beträfen); seine Angst, zu lang zu leben (falls das Geld nicht reicht); seine Angst, zu kurz zu leben (weils doch eigentlich schön ist); sein Leiden an dem Balzac´schen Satz „aus den Locken seiner blonden Perücke sprach Menschenliebe“; die eineinhalb-stündige Grass-Gedichte-Lesung („Man darf über alles reden, aber nicht mehr als eine Stunde“); die drei Mal hintereinander erzählten, uralten Geschichten; der Vorwurf seiner Lektorin, er liebe sein kognitives Selbst nicht (er weiß nicht, was das ist); die Lebenserinnerungen der anderen als ein „Mensch ärgere dich“; die Schar der Freunde, die sich alle nichts zu sagen haben; die Pseudoanrufe; die keinen Anrufe usw. usf.: Ja, da schleppt und quält sich einer unermüdlich durch den Literaturbetrieb seiner Generation:

„Schriftsteller sehen nichts, kein Blick auf ein Bild, eine Skulptur, keine Fragen „Was ist das für ein Mosaik?“ oder ein „Dieser antike Kopf, den du da eingemauert hast …“ Nix davon. Sich hinsetzen und reden.“

Aber das Gute am Kritiker Raddatz ist: Die Idioten sind nicht immer nur die Anderen. Und deswegen kann man sich hier prächtig mit ihm amüsieren. Raddatz ist bei aller Verzweiflung und Melancholie auch immer sehr komisch und obendrein immer ein höchst genauer Beobachter. Ob er dabei nun die Berühmtheiten des Literaturbetriebs beschreibt oder nicht, ist dabei fast egal. Mir jedenfalls. Sie haben bleibenden Wert.

Fritz J. Raddatz: Tagebücher 2002-2012
Rowohlt 2014
720 Seiten
Hardcover, 24,95 Euro

>>>Larry David und Halloween in Curb your enthusiasm

Posted in Bücher | Tagged , , | Leave a comment

The Daily Fry

„Das Radio ist ein armer Verwandter des Fernsehens, was monetäre Angelegenheiten betrifft, aber ein reicher, wenn es ums Wesentliche geht – nämlich Ausdrucksstärke und Intimität.“

Posted in Bücher | Tagged , | Leave a comment

Workout: Matt Schofield, Stranger Blues

Posted in Stück des Tages | Tagged | Leave a comment

Workout: Working Week, Sweet Nothing

Posted in Stück des Tages | Leave a comment

Online ins Jenseits bei Grafit

Ich freue mich riesig auf diese Online-Krimianthologie beim Grafit Verlag, die am 11. März erscheint. Bin sehr gespannt darauf, was die Kollegen geschrieben haben! Hier der Verlagstext:

Twitter mir das Lied vom Tod
Wenn die ›Netiquette‹ versagt, das YouTube-Video bloßstellt, ein Hacker seine Tastatur glühen lässt oder ein falscher Freund alles über einen erfährt, dann ist man im Internetzeitalter angekommen. Namhafte KrimiautorInnen sind online gegangen und haben die heimtückischsten Cybermorde aufgespürt: Frank Bresching, Jürgen Ehlers, Roger M. Fiedler, Christiane Geldmacher, Karr & Wehner, Krystyna Kuhn, Sunil Mann, Jörg Marenski, Sabina Naber, Karl Olsberg, Roland Spranger, Sebastian Stammsen, Sabine Thomas und Rainer Wittkamp.

Zum Buch gehts >>>hier.

Posted in Berufliches, Bücher | Tagged , , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment

Richard Ellmann in der Joyce-Biografie …

… über Valery Larbaud: „In Paris der angesehenste Kritiker ausländischer Literatur, hatte Coleridge, Landor und Samuel Butler übersetzt, unverheiratet, kinderlos, ein Kosmopolit und glänzend informierter Dilettant.“

:)

Außerdem, natürlich, der Kosmospolit James Joyce, in Dublin, Triest, Paris und Zürich zu Hause (und der entsprechenden Sprachen mächtig, dazu spanisch, flämisch und was diesem überaus durchlässigen Menschen sonst quer kam) über die Holländer: „600 von ihnen bei Mondschein auf einem Platz rohe, silbrige Heringe essen sehen, das ist ein Anblick für Rembrandt.“

>>>Hier
gehts zum Buch.

Posted in Zitat des Tages | Tagged , , | Leave a comment