Suppe, Kaffee, Tee, Zucker

Die Fragen zum Abendessen im Hospiz sind immer die gleichen. Will der Kranke Brokkolisüppchen (es ist immer Brokkoli), ein Fruchtjoghurt und etwas zu trinken? Der Kranke, der schon lange nicht mehr sprechen kann, nickt zu allem. Seit Tag 1 im Hospiz ist klar, dass er schwarzen Tee mit Zucker trinkt. Trotzdem muss er das jeden Tag mit der Pflegerin neu erarbeiten. Will er Kaffee oder Tee? (Wieso eigentlich Kaffee zum Abendessen?) Tee? Welchen? Schwarzen, Grünen oder Pfefferminz? Schwarzen.
Sagt sie Pfefferminz zuerst, gibt es Pfefferminz, weil der Kranke immer gleich höflich nickt.

Draußen auf dem Balkon steht ein Sonnenschirmhalter, darin steckt ein toter Ast, an dem vom Winter ein Stück Plastik hängengeblieben ist. Ich schlendere raus, reiße den Ast aus der Halterung und werfe ihn runter in den Garten.

Auf dem Weg zum Parkplatz schaut ein Mann aufgeregt durch die Fenster in das Innere eines flachen Gebäudes. Die Zimmer sind leer. Er dreht sich um zu mir und ruft: Schöne Farben, schöne neue Farben!
Ich schaue hinein und sehe nichts als weiße Wände.

Ich darf um diese Uhrzeit nicht mehr hingehen.

Posted in Tagebuch | 3 Comments

Im Auto

Notizen machen sieht so aus, wenn man selbst fährt, eine Küchenrolle aus dem Fußraum zerrt, auf den Beifahrersitz legt und blind was draufkrakelt (weil man ja weiter die Fahrbahn beobachten muss).

Allerdings sollte man sie zeitnah aus dem Auto holen, sonst ists trotzdem weg. Auf „Rost“ und „Iraker-Taxi“ kann ich mir einen Reim machen (mit dem Iraker war ich im Taxi, ich war zu spät, hatte es eilig, sagte ihm paradoxerweise, er solle langsam fahren, sonst würde mir schlecht, er sagte, das hätte noch nie jemand zu ihm gesagt und ich antwortete, gibts nicht, dann erzählte er – auf meine Fragen – von seinem Leben in der Schweiz, mit seiner ganzen Familie, und die Kinder studieren, und die Frau ist super, und sie haben eine schöne Wohnung, aber je weiter seine Story voranschritt, desto ernster wurde sie, und desto näher kam ich meinem Ziel, und also wurden meine Antworten immer oberflächlicher in dem Stil „Krieg! Furchtbar!“, „Saddam! Furchtbar!“ und „Mutter, nie wieder gesehen? Furchtbar!“)

Auf „Tunnel“ allerdings kann ich mir keinen Reim mehr machen.

Posted in Berufliches | 3 Comments

Susie Essman (Curb your enthusiasm)

gibt eine gute Erklärung dafür, warum Frauen im Stand-up so viel weniger Erfolg haben, oder so viel weniger zu sehen als Männer:

„The reason is because humor is power and funny women scare the shit out of men.“

>>>zur Webseite von Susie Essmann

Posted in Filme/DVD | Tagged , | Leave a comment

Ich habe

ein Kölschglas in meinem Küchenschrank und weiß nicht, wie es da reinkommt. Da es sehr eingestaubt war, stehts schon lange drin.

Posted in Allgemein | 10 Comments

Ich habe

gestern gleichzeitig aus zwei verschiedenen Flaschen Weißwein getrunken und es nicht gemerkt.

Posted in Allgemein | 5 Comments

Ich schaue im Duden immer das Gleiche nach.

gang und gäbe

das Meiste

das Besondere

das Einzige

das Gleiche

Posted in Bücher | 3 Comments

Das ist immer das Beste,

wenn ich, die ich immer die DVDs kaufe, minutenlang diese Spots AUF DER DVD ansehen muss.

Posted in Allgemein | 2 Comments

Markenbewusstsein …

… im Wald.

Posted in Reisen | 6 Comments

Im Januar

habe ich Bret Easton Ellis gelesen. Ich schrieb in mein Notizheft: „Echter Ellis, witzig, redundant, null Handlung, nur unsympathische Idioten, die postmoderne Kunstdebatten der untersten Schublade führen. Mit anderen Worten: Große Klasse.“

Posted in Empfehlungen | Tagged , | Leave a comment

O k a y.

Es ist ein Start.

Posted in Helden des Alltags | Leave a comment